Die Landfrauen Service Börse ist arbeitsfähig
Die Idee hatte die Vorsitzenden des Landfrauenortsvereins Förtha, Katrin Fiedler, bereits 2002, als sie während ihrer Ausbildung zur IT- LandFrau mit Leiterinnen von Landfrauen Service Börsen in Kontakt kam. Einige Jahre später wurde aus dieser Idee ein konkreter Plan, der Dank des Thüringer Landfrauenverbandes e.V., der als Träger fungierte umgesetzt werden konnte.
Die Service Börse wurde im Aufbau als LOKAST-Projekt gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.
Seit dem 1.10.2007 werden alle Kunden- Anfragen für die Landfrauen Service Börse über das Vermittlungsbüro, welches von Regina Tittmar geleitet wird, bearbeitet.
Frau Tittmar führt das Vermittlungsbüro als Einzelunternehmen. Das Team der ServiceBörse besteht aus selbstständigen Unternehmerinnen der Region. Momentan arbeiten in der Börse sechs Frauen.
In anderen Bundesländern gibt es bereits Landfrauenservicebörsen. Man machte eine Bildungsreise nach Niedersachsen zum Grafschafter Landservice, einer gut laufenden Service Börse. Hier konnte man sich Einiges abschauen. Auch die Arbeit anderer Service Börsen wurde analysiert. Wir haben von diesen Erfahrungen profitiert. In Thüringen sind wir die erste Börse dieser Art.
Wir hatten 1 Jahr Zeit für den Aufbau der Börse. Sieben interessierte arbeitslose Frauen, die sich vorstellen könnten verschiedene Dienstleistungen anzubieten, haben am Projekt teilgenommen. 4 Frauen aus dem Projekt blieben letzlich dabei und haben bereits ein Gewerbe angemeldet oder haben es nach Projektende angemeldet. 2 Partnerinnen, die schon selbstständig sind, konnten wir in der Anfangsphase gewinnen.
Inzwischen, Herbst 2009, sind nur noch 2 Frauen aus der Aufbauphase dabei. Desweitern 3 andere Frauen, die bereits selbstständig auf ähnlichen Gebieten waren und 3 weitere Frauen haben durch die Servicebörse den Mut gefunden ein Gewerbe anzumelden und mit zu machen. 5 Frauen sind Mitglied im Thüringer Landfrauenverband e.V.
Schulungen
Die Frauen wurden in dem einen Jahr in verschiedenen Bereichen geschult, z.B. Computer, Persönlichkeitstraining, Öffentlichkeitsarbeit, Kundenaquise. Wir sind mit anderen Landfrauenbörsen in Erfahrungsaustausch treten und dieses Projekt-Jahr für die Werbung genutzt. Über die Servicebörse wollen wir gemeinsam unsere Dienstleistungen anbieten und vermitteln. Durch einen gemeinsamen Marktauftritt werden wir besser wahrgenommen.
Die Angebote reichen von A wie Anzeigenschaltung über H wie Haushaltsnahe Dienstleistungen bis zu Z wie Zimmervermietung.
Projektlaufzeit war vom 01.10.2006 bis zum 30.09.2007.
Ansprechpartnerin war Frau Katrin Fiedler, die Vorsitzende des Landfrauenortsvereins Förtha sowie Frau Regina Tittmar, sie war die Koordinatorin für das Projekt.
Wir haben uns jeden Montag um 17.30 Uhr in den Vereinsräumen der Landfrauen Förtha getroffen.
Präsentation
In den letzten 4 Monaten des Projektes ging es darum die Servicebörse bekannt zu machen.
Wir druckten über 1000 Flyer und legten diese an verschiedenen Orten (wie z.B. Arztpraxen, Banken usw.) aus. Darüber hinaus haben wir ca. 40 Aushänge verteilt.
Wir nutzten den Thüringentag in Eisenach um am Stand des Thüringer Landfrauenverbandes e.V., den wir betreuten, für unser Projekt gezielt Werbung zu machen, so haben wir ca. 100 Flyer an diesem Tag verteilt. Alle Frauen des Projektes waren mit einbezogen. Es hat prima geklappt.
Im September waren wir bei Fraueninfo- börsen in Eisenach und Bad Salzungen und zum Landeserntedankfest in Eisenach mit einem Stand präsent.
Was ist LOKAST?
Das Programm LOKAST oder auch „Lokales Kapital für soziale Zwecke in Thüringen“ will sozial ausgerichtete Projekte unterstützen, die benachteiligte Menschen in Beschäftigung oder auch in Arbeit bringen. Hauptsächlich sollen mit LOKAST-Projekten arbeitslose Jugendliche und alleinerziehende Mütter, Migranten, Behinderte und langzeitarbeitslose Empfänger des ALG-II integriert werden. Der Europäische Sozialfonds fördert in der Regel einen Projektzeitraum von 12 Monaten.
Das Förderprogramm endete am 30.06.2007.




